Individuelle Therapie bei
erfahrenen Experten

So behandeln wir

Das CoMedicum Lindwurmhof ist sowohl auf die ganzheitlich integrative Verhaltenstherapie mit störungsorientiertem Ansatz als auch auf die tiefenpsychologisch fundierte Therapie und Psychoanalyse spezialisiert. Unser Team aus Ärzten und Therapeuten stellt aus bewährten Methoden eine individuelle Therapie zusammen, die sich konkret am Patienten, seinen Bedürfnissen und der vorliegenden Störung orientiert.

Information für Angehörige
Wenn ein Familienmitglied unter einer psychischen Störung leidet, ist das für die Angehörigen nicht leicht. Viele wollen gern helfen – wissen aber nicht wie. Oft haben sie Angst davor, etwas falsch zu machen und die Erkrankung durch ihr Handeln zu verstärken. Deshalb bietet das CoMedicum Lindwurmhof Therapiegespräche und Sitzungen mit Angehörigen an, in denen wesentliche Informationen zum Krankheitsbild und Verhaltensanleitungen im Umgang mit den Betroffenen vermittelt werden. Sprechen Sie uns darauf an!

Integrative Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie setzt im „Hier und Jetzt“ an. Sie beginnt mit der Frage, warum der Patient in der aktuellen Situation Probleme hat. Der Schwerpunkt liegt jedoch nicht ausschließlich darauf, die Vergangenheit oder Kindheit aufzuarbeiten, um die Wurzeln der Probleme zu erkennen. Der Patient soll vielmehr neue Sicht- und Verhaltensweisen erlernen, um die Probleme im Heute zu überwinden. Die Verhaltenstherapie nutzt dafür einen denkorientierten Ansatz. Die schrittweise Veränderung im Denken des Patienten, die ihm helfen soll, sein Verhalten in Problemsituationen aktiv zu verändern, bezeichnet man als „kognitive Umstrukturierung“. Der Begriff „kognitiv“ steht in der Psychologie für das Wahrnehmen, Denken, Erkennen.

Die Integrative Verhaltenstherapie umfasst nicht nur die kognitive Umstrukturierung, sondern ergänzt diese je nach Fall mit weiteren verhaltenstherapeutischen Verfahren aus verschiedenen Wissenschaftsbereichen und Therapieschulen, zum Beispiel:

  • die Schematherapie nach Jeffrey E. Young: Bestimmte erlernte Grundschemata steuern das menschliche Verhalten und zielen darauf ab, die seelischen Grundbedürfnisse zu befriedigen.
  • die Metakognitive Therapie nach Adrian Wells: Nicht nur die Gedanken, auch die Denkprozesse werden so beeinflusst, dass eine Verhaltensänderung eintritt.
  • die Akzeptanz- und Commitmenttherapie (ACT): Klassische verhaltenstherapeutische Techniken werden mit achtsamkeits- und akzeptanzbasierten Methoden kombiniert.
  • die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) nach Marsha M. Linehan: Sie richtet ihre Ziele und Interventionen an den häufig wechselnden psychischen und sozialen Bedingungen aus (entwickelt für Patienten mit Borderline-Störungen)

Das Ziel der Verhaltenstherapie ist es, dem Patienten Bewältigungsstrategien für seine seelischen Probleme an die Hand zu geben – sozusagen Hilfe zur Selbsthilfe.

  • Sie arbeitet nicht in erster Linie Vergangenes auf, sondern setzt in der Gegenwart an, was in der Regel zu einem rascheren Erreichen der Therapieziele führt.
  • Sie ist maßgeschneidert und wird kontinuierlich an die Therapiefortschritte angepasst.
  • Sie ermöglicht es dem Patienten, sich der Problemsituation aktiv zu stellen.
  • Sie leitet zur Selbstbeobachtung an und bietet Hilfe zur Selbsthilfe.

Probleme in der Gruppe lösen:

Die verhaltenstherapeutische Gruppe folgt dem Prinzip 'Einzeltherapie in der Gruppe'. Pro Sitzung stehen ein bis zwei Teilnehmer mit ihrem Anliegen im Mittelpunkt. Mithilfe der Gruppe werden konkrete Ziele und Problemlösungsstrategien entwickelt. Aus Forschung und Praxis-Alltag weiß man, dass die Teilnehmer in einer Gruppentherapie durch gegenseitiges Feedback und Erfahrungsaustausch wieder mehr Selbstvertrauen entwickeln und damit neue 'positive Türen' geöffnet werden. 

Die Gruppe kommt wöchentlich zusammen, ein Eintritt in diese Gruppe ist jederzeit möglich. In Absprache mit dem/der Therapeuten/in kann die Gruppentherapie bei Bedarf durch Einzeltermine ergänzt werden. Sind Sie an einer Teilnahme interessiert? Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

 

Ernährungstherapie:

Eine Ernährungstherapie wird von unserem Kooperationspartner ANAD e. V. angeboten. Den Kontakt stellen wir gerne her.

Probatorische Sitzungen

Probatorik kommt vom lateinischen Wort „probare“ und bedeutet „ausprobieren“. In der Psychotherapie gehen der eigentlichen Behandlung immer maximal fünf probatorische Sitzungen voraus, in denen unter anderem die Diagnose gestellt und geklärt wird, ob Patient und Therapeut zusammenpassen.

Im Gespräch sowie anhand von Fragebögen und Interviews stellt der Psychotherapeut zunächst eine Diagnose und erklärt diese dem Patienten. Ist eine Psychotherapie sinnvoll, muss als nächstes herausgefunden werden, welcher therapeutische Ansatz am erfolgversprechendsten ist. Wird die Störung zum Beispiel durch ein antrainiertes Verhalten hervorgerufen, greift in der Regel eine Verhaltenstherapie sehr gut. Ist die Erkrankung durch Erlebnisse in der Kindheit begründbar, ist eventuell eher eine tiefenpsychologische Therapie sinnvoll.

Eine Kurzzeittherapie dauert etwa ein halbes, eine Langzeittherapie mindestens ein ganzes Jahr. Bei solch einer langfristigen Zusammenarbeit muss die Chemie zwischen Patient und Therapeut stimmen. In den probatorischen Sitzungen wird klar, ob eine Vertrauensbeziehung aufgebaut werden kann. Diese ist eine wichtige Voraussetzung für den Therapieerfolg. Der Patient kann auch parallel bis zu fünf probatorische Sitzungen bei zwei verschiedenen Therapeuten in Anspruch nehmen und sich anschließend für einen entscheiden.

Die Probatorik ist eine Kassenleistung – das heißt, sie wird ohne Genehmigungsverfahren vollständig von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Sind Patient und Psychotherapeut mit der Zusammenarbeit einverstanden, beantragt der Therapeut bei der Krankenkasse eine Psychotherapie. Dazu wird ein sogenannter Konsiliarbericht, ein ärztliches Gutachten, benötigt, das vom Hausarzt, Neurologen oder Psychiater ausgestellt werden kann. Privatpatienten gehen ab der ersten probatorischen Sitzung direkt einen Behandlungsvertrag mit dem jeweiligen Psychotherapeuten ein und müssen die Kostenerstattung individuell mit ihrer Krankenkasse klären.

Ablauf der Therapie

Der Ablauf einer Psychotherapie ist so individuell wie die Patienten und deren persönliche Geschichte. Die Grundlage für die Zusammenstellung des Therapieablaufs bildet die Diagnose und die daraus abgeleitete Therapie-Planung.

Eine Kurzzeit-Einzeltherapie umfasst 25 Sitzungen à 50 Minuten (Laufzeit: ca. 6 Monate), eine Langzeittherapie 45 Sitzungen à 50 Minuten (Laufzeit: ca. 12 Monate). Verlängerungen sind jeweils möglich. Ist nach den probatorischen Sitzungen eine Therapie empfehlenswert und können sich Psychotherapeut und Patient eine Zusammenarbeit vorstellen, so unterzeichnen sie einen Behandlungsvertrag. Geklärt ist darin zum Beispiel das Ausfallhonorar, das vom Patienten privat zu zahlen ist, wenn er einen vereinbarten Termin nicht rechtzeitig absagt (48 Stunden vorher). Für Kinder- und Jugendliche sind darüber hinaus Elterngespräche im Verhältnis 4:1 vorgesehen.

Die Sitzungen finden in der Regel wöchentlich statt, gegen Ende der Therapie können größere Abstände sinnvoll sein, um dem Patienten einen sanften Ablösungsprozess zu ermöglichen. Alle Termine werden zwischen Patient und Therapeut individuell vereinbart.

Für viele Patienten ist der Austausch mit Menschen in vergleichbaren Situationen hilfreich und bereichernd. In diesem Fall bietet sich zusätzlich zur Einzeltherapie eine Gruppentherapie an. Feste Kleingruppen, bestehend aus Teilnehmern mit gleichlautender Diagnose, treffen sich zu festen Zeiten im CoMedicum Lindwurmhof zum Gespräch. Eine Sitzung dauert 90 Minuten. Der Psychotherapeut übernimmt die Gruppenleitung. Die Laufzeit der Gruppentherapie wird je nach vorliegender Störung und Patient individuell festgelegt. Ihre Kosten werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Privatversicherte klären die Kostenerstattung individuell mit ihrer Krankenkasse.

Ziel der Therapie ist es, im Gespräch individuelle, konkrete und langfristige Strategien zu erarbeiten, die es dem Patienten ermöglichen, seinen Alltag wieder ohne Probleme und Ängste zu gestalten. Er soll gestärkt –und mit dem notwendigen Handwerkszeug ausgestattet – ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Ärztliche Wahlleistungen

Für Privatpatienten (Jugendliche und Erwachsene) bieten Prof. Dr. Dr. Margot Albus und Dipl.-Psych. Andreas Schnebel psychotherapeutische und psychiatrische Therapiesitzungen an. Das Angebot erstreckt sich von Diagnostik und medikamentöser Einstellung über Krisenintervention bis hin zur Einzelpsychotherapie. Zusätzlich können wir, in Kooperation mit ANAD e.V., Ernährungstherapie anbieten.
Sprechen Sie uns jederzeit gerne darauf an.